Kassen- oder Privatpatient?

Unterschiede in der Behandlung von Kassen- oder Privatpatienten?   

Die Leistungen, die die gesetzlich Versicherten bei uns bekommen sind nicht schlechter als die der Privatversicherten.
Wir können ein z.B. Kniegelenk nur richtig oder falsch, gut oder schlecht,  behandeln.
Worin liegt dann der Unterschied?

1. Die Einschränkung der Zeit

Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gibt Behandlungszeiten vor.

Richtwert für die Physiotherapie sind 15 - 25 Minuten.

2. Die Einschränkung der Vergütung

Für die Physiotherapie erhalten wir von der GKV eine Vergütung zwischen 15 - 17 €,
Bei zwei Patienten die Stunde ergibt das einen Stundenlohn von 30 € - 34 € brutto.
Natürlich könnten wir auch 3 Patienten pro Stunde behandeln – wollen wir aber nicht, weil wir denken, die Qualität leidet.

Aufgrund der deutlich höheren Erstattung bei den PKV erhöht sich der Zeitfaktor bei Privatpatienten.

3. Die Einschränkung durch das Gesetz

„...über das „notwendige Maß" hinausgehende oder unwirtschaftliche Leistungen können die Versicherten nicht beanspruchen...“.

Zusammengefasst bedeutet dies eine Grundversorgung als Vorgabe durch den Gesetzgeber!

4. Die Einschränkung der Therapiemaßnahmen

Privatversicherten ist es möglich, mehrere Leistungen zu kombinieren,
z. B. Manuelle Therapie, Massage und Fango.

Diese Zusätze wurden für gesetzlich Versicherte stark eingeschränkt...

5. Die Einschränkung der Behandlungsmenge

Im Heilmittelkatalog ist festgelegt, dass Ihre Beschwerden nach einer bestimmten Verordnungsmenge gelindert werden.

Bei privat Versicherten läßt sich die Behandlungsmenge dem Therapiefortschritt einfacher anpassen.


Informationen für Privatpatienten

Vermehrt wird seitens der Privaten Krankenversicherungen versucht, die Vergütungen im Heilmittelbereich zu senken.
Mitunter erhalten Sie Anschreiben und Ablehnungen Ihrer Kosten mit der Begründung:
„Die Physiotherapie liegt über den ortsüblichen Vergütungen!“

Diese angeblich „ortsüblichen“ Vergütungen orientieren sich an den Beihilfesätzen für Beamte, die sich seit 22 Jahren um keinen Cent bewegt haben.
Der Bundesminister des Inneren hat seinerzeit sogar in einer Pressemitteilung verlauten lassen, dass seine Beamten, ebenso wie die gesetzlich Versicherten, eine Zuzahlung zu leisten hätten.
Aus der Bezeichnung „Beihilfe“ allein, ergibt sich ja auch schon deren Sinn:
eine Beihilfe zu einem offensichtlich höheren Preis.

Auf www.privatpreise.de erhalten Sie alle notwendigen Hintergrundinformationen zur aktuellen Rechtslage und Argumentationshilfen, mit denen Sie sich gegen unberechtigte Kürzungen Ihrer Erstattungsleistung zur Wehr setzen können.